Von Sydney nach Bali

Der letzte Tag in Sydney fing mit einem notdürftigen Frühstück im Hotel an. Kaffee und kleine Croissants. Wir hatten am Vorabend schon gepackt, sodass wir keine Eile hatten. Wir bestellten dann mit UBER das Taxi und los ging´s zum International Airport Sydney.

Da wir auch schon Online eigecheckt hatten, brauchten wir nur noch die Koffer aufgeben, durch die Sicherheitskontrolle und noch mal in Ruhe durch die ganzen Shops im Duty-free Bereich. Hier reichte es aber von der Zeit für mich nur noch für einen letzten Coffee Flat White und danach ging es auch schon mit Virgin Australia nach Bali zum Airport Denpasar.

Der Flug verging wie im Flug, da ich fast die ganze Zeit am Blog geschrieben und die 6h Flugzeit gar nicht so lang empfunden hatte.

Das Wetter auf Bali war warm und mit 29°Grad sehr schwül. Völlig andere Klimazone als von Australien gewohnt. Das ganze Prozedere mit der Einreise verlief schnell und reibungslos. Erst als wir durch den Exit durch waren fing der Stress an. Tausend Leute, vornehmlich Taxifahrer stürmten auf einen ein und wollten ihrer Fahrdienste anbieten. Wir waren kurze Zeit ein wenig überfordert, ließen uns aber dann auf den kleinen hartnäckigen aber sehr netten balinesischen Taxifahrer ein, der uns nicht mehr vom Bein wich. Als wir die Koffer verstaut hatten, bat ich ihn mir noch eine Empfehlung für eine gute Prepaid SIM-Karte zu geben. Er bot mir an auf dem Weg in die Lodge zu halten, um mir eine SIM Karte zu besorgen. Das Autofahren ist in Bali ebenfalls, wie bei den „Aussis“, links. Doch wir drei waren uns schnell einig, nachdem wir sahen wie die Menschen hier autofahren, dass wir froh sind hier keinen Mietwagen fahren zu müssen. Beim Zuschauen musste ich schon ab und zu die Augen schließen, da ich nicht glauben konnte, dass wir durch diese Lücke noch passen.

Wie dem auch sei, er hielt dann wie versprochen an einer Stelle der Strasse, an der ich 6 Läden mit SIM-Karten zählte. Anscheinend ist dies hier ein gewinnbringendes Geschäft. Im Laden schritt man dann auch gleich zur Tat. Bastelte die alte Aussiekarte aus meinem Handy und die neue Balikarte herein und Peng lief die „Kiste“. Das alles hat dann 190.000 Rp (Rupien) gekostet. Umgerechnet knapp 13 €. Jedenfalls funktionierte es und ich konnte jetzt die Reise mit unserem Taxifahrer am Navi verfolgen.

Es dauerte dann noch ca. 20 Minuten (er ist wegen dem Verkehr einen anderen Weg gefahren) bis wir dann an der Lodge, The Alchemist, (müsst ihr mal bei Booking.com anschauen) ankamen.

Die Lodge war noch besser in Live, als auf den Bildern. Wir waren echt so was von überrascht und haben uns gar nicht mehr eingekriegt (siehe Fotos). Dann nur noch Koffer aufs Baumhaus, kurz die Hände und Gesicht gewaschen und dann zum Essen runter unter die Palmen. Ich hatte dann, nachdem wir fertig waren und oben auf unserer Terrasse am Baumhaus waren, festgestellt, dass ich jetzt den Modus umschalten muss. Nach der Australienrundfahrt, war es schwer auf einmal zu sagen: „und jetzt wird täglich nichts mehr gemacht, außer Essen, baden und essen und schlafen und baden…….. usw.

Die erste Nacht war jedenfalls ruhig in dem riesigen Bett unter dem Moskitonetz. Wir sind dann aufgestanden und mussten uns das erste Mal in dieser Urlaubszeit keinen Coffee Shop suchen. Nein, wir gingen die Treppen unseres Baumhauses nach unten und machten 7 Schritte und standen an unserem Tisch, wo dann sofort die balinesische Bedienung aufsprang, um uns die Wünsche von den Augen abzulesen. Schon ein komisches Gefühl so umsorgt zu werden. Trotzdem auch mal sehr sehr schön.

Beim Frühstück wurde der Plan für den Tag gemacht. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass das Fortbewegungsmittel hier der Motorroller ist. Wir werden das wohl morgen in Angriff nehmen. Heute wollten wir nur mal zu Fuß die Umgebung und den nächstliegenden Strand erkunden. Dabei hatten wir, als wir am Supermarkt vorbeikamen noch Wasser gekauft und uns vom Sortiment des Ladens einen ersten Eindruck verschafft. Er ist hier um die Ecke, sodass wir diesen wohl noch öfters aufsuchen werden. Den Strand haben wir dann nach 2,5 km Fußmarsch auch gleich gefunden. Vorbeifahrende Autos, aber auch Motorroller, hielten wieder und wieder neben uns an, um ihren Taxidienst anzubieten, den wir aber nicht in Anspruch nahmen. Hier scheint es unüblich überhaupt zu Fuß unterwegs zu sein.

Es war ein Surfer Strand und zum Baden ungeeignet. Es gab aber viele Möglichkeiten auf Liegen zu sonnen oder sich von Einheimischen irgendwelche Hüte, Sonnenbrillen oder auch selbstgehäkelte Bikinis verkaufen zu lassen. Hier wird jede Chance genutzt Geld zu verdienen.

Wieder in der Lodge angekommen hieß das Nachmittagsprogramm: Swimmingpool, abschalten, sonnen, wieder baden, Kleinigkeiten essen und trinken und gammeln. Dann noch das Abendessen und wieder war ein erster herrlicher Urlaubstag zu Ende gegangen.

Dann bis morgen und die Erfahrungen mit dem Motorrollern.